„Warum Trauer endet. Zur Zeitlichkeit von Emotionen." – Vortrag von Prof. Dr. Eva Weber-Guskar (Bochum)

Zoom, 15.00-16.30 Uhr

Wenn wir einen großen Verlust erleben, wie den Tod einer für uns wichtigen, geliebten Person, trauern wir. Meist aber vergeht die Trauer nach einer Weile, obwohl der Grund für die Trauer, der Tod des Menschen bestehen bleibt. Wie ist das zu erklären? Natürlich spricht aus pragmatischer Perspektive viel dafür, dass Trauer, wie auch andere negative Emotionen, einmal aufhören. Aber aus der Sicht der Emotionstheorie, nach der Emotionen mit Gründen verbunden sind und entsprechend angemessen sein können oder nicht, ist das erklärungsbedürftig. Von den gegenwärtigen Positionen in der Debatte erscheinen Ansätze vielversprechend, die Trauer als einen Prozess erläutern. In diesem Vortrag wird eine neue Variante eines Prozess-Ansatzes vertreten, der die transitorische Zeitlichkeit von „Verlust“ selbst hervorhebt.

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